Kingmaker Tagebuch – Teil 19 (16. November 2019)

Tag 382 bis 386 – Bergung der Drachenschildkröte (11. bis 14. Pharast 4711 / Koord: 07.04./08.04./09.04.)

In unserer Burg sitzend reden wir über die nächsten Aktivitäten. Die Stimmung ist gedrückt, ein toter Bruin und ein verlorener Amos sind auch in unserer Baronie zu spüren, wo die Unruhe größer wird. Ulgan schlägt vor, den Panzer der Drachenschildkröte zu bergen. Carax findet die Idee gut, wobei er noch mehr an den Kopf denkt - als Trophäe und Namensgeber für die neue Taverne. Ich bin etwas überrascht, da dies keine Kleinigkeit ist, aber kann die Argumente verstehen.

Schwierig wird es bei der Umsetzung, da uns Amos und Bruin als Schwimmer und Taucher fehlen. Carax und ich sind wenig Hilfe unter Wasser und würden von oben helfen, was Gannokh wieder mal zu einer Emotionalität hinreißt. Naja, kann ich ja verstehen, die 2 fehlen uns, aber muss er trotzdem nicht an mir auslassen.

Letztendlich werden Ulgan und Gannokh tauchen, Seile festmachen und wir oben auf dem Wasser gehend aufpassen und die Pferde dann anspornen.

Am 12. Pharast brechen wir mit der nötigen Ausrüstung auf und nehmen erstmals unser Faltboot, um über den See zu rudern. Wir brauchen den ganzen Tag, aber schaffen es am Abend am gewünschten Stück des Ufers anzukommen.

Am nächsten Tag gehen wir morgens an die Arbeit. Carax bringt das Blut von Ulgan kochen. Ulgan lässt sich und Gannokh Wasser atmen und geht als große Gestalt hinunter, Gannokh dann hinterher, um die Seile festzumachen. Die 2 verständigen sich mit Gesten, da Worte nicht durch das Wasser getragen werden. Carax und ich bleiben über der Wasseroberfläche und Carax zaubert die nötigen Pferde herbei, an die dann die Seile festgemacht werden. Ulgan bringt sogar den abgeschlagenen Kopf nach oben. Es dauert den ganzen Tag, die Jungs schuften schwer, aber ich konnte keine Unwesen erkennen, schlicht viele Fische. Doch es ist am Abend geschafft und das riesen Teil liegt am Ufer.

Iven, der Fischer, kommt mit seinem Boot in unsere Gegend. Ich winke ihm zu und kann sein Erstaunen erkennen, als er die Drachenschildkröte von der Nähe erblickt. Der Pegasus ist in der Entfernung zu erkennen und Gannokh will wohl direkt mit Carax Hilfe in die Luft aufsteigen. Er legt seine Rüstung ab und fliegt der Purpurschwinge entgegen. Die beiden begegnen sich in der Luft und landen dann kurze Zeit später, die Verbindung zwischen Ihnen scheint stärker zu werden. Denn Gannokh sehe ich am heutigen Abend das erste Mal auf dem Rücken des erhabenen Tieres, auch in der Luft fliegend.

Der Pegasus kommt dann auch direkt zu unserem Lager, scheint unseren Geruch aufzunehmen, nur Ulgans nicht, der immer noch den Körper vom Panzer befreit. Das Wesen ist beeindruckend und es versteht meinen Dank. Die Lieder und Sagen sprechen wahr.

Ulgan ist froh, er ist wieder rein mit seinem Gott und fühlt sich verziehen. Ich stimme vor dem Schlaf noch ein Lied an, das uns an dieser Stelle des Sees nochmal Bruin und Amos in Erinnerung rufen. Ich übertreffe mich selbst, so dass auch mir am Ende meines Lieds die Tränen in den Augen stehen.

Am 14. Pharast entfalten wir wieder unser Boot und nehmen Panzer wie Kopf mit. Doch Platz hat es nur noch für Ulgan und Gannokh, die das dann recht unbequem und beschwerlich zur anderen Seeseite rudern müssen. Da nehmen Carax und ich doch lieber den Weg mit Iven, der uns mitnimmt, wobei auch der Kopf bei uns ist. Wir bleiben zumindest beisammen, Iven ist etwas unruhig, ich kann ihn beruhigen, er bekommt auch ein kleines Danke mit einer Goldmünze und sind dann endlich nach einem weiteren Tag am Abend angekommen. Ulgan und Gannokh sehen wirklich geschafft aus.

Tag 387 bis 403 – Der restliche Pharast (15. bis 31. Pharast 4711 / Koord: 07.04.)

Den weiteren Pharast bereiten wir die Trauerfeier für Bruin vor, die wir dann am Marktplatz abhalten. Zudem erklären wir auch, dass Amos aktuell in Trauer ist, weil Fragen zu ihm auftauchen. Es ist eine gelungene Feier, die einerseits unserem Bärenfreund würdig ist und andererseits auch unseren Bürgern gut tut. Den restlichen Pharast genieße ich erstmal wieder die Annehmlichkeiten einer geschützten Burg.

Tag 404 – Die Rückkehr von Amos (1. Gozran 4711 / Koord: 07.04.)

Am 1. Gozran kommt in unseren Thronsaal ein verwuschelter Amos wieder zu uns. Gannokh und ich umarmen unseren Freund, er ist wieder da. Er stinkt schlimmer als eh und je, sieht wie ein wandelnder Baum aus, aber die Freude und nicht der Gestank lassen meine Augen glasig werden. Amos will weiter seinen Teil der Aufgabe wahrnehmen, die Natur hat ihn ziehen lassen. Ein Gedanke an uns hat ihm dabei geholfen. Carax nickt zutimmend. Er hat auch weiterhin den Kopf eines Bären, selbst dann, als er Bier trinkt und eine Zigarre raucht. Ein Anblick für Lieder…

Tag 405 – Ungnade der Schneekönigin (2. Gozran 4711 / Koord: 07.04.)

Am nächsten Tag stinkt Amos nach einem Bad so wie immer und auch seine Gestalt ist die eines Zwerges. Noch am Morgen landet der Pegasus im Innenhof der Burg, die Wachen sind erstmal erstaunt. Gannokh kümmert sich darum. Das Band zu Gannokh und damit zu uns scheint enger zu werden. Purpurschwinge schaut sich noch etwas bei uns in der Burg um und fliegt dann wieder davon. Mit Amos und den anderen bis auf Gannokh mache ich einen Rundgang durch die Stadt, zeigen ihm auch die Fortschritte und vereinzelt sprechen ihn auch Bürger an. Beim Rückweg an der Burg treffen wir auf Gannokh und einen uns bekannten Elfen, Regialix.

Wir laden ihn in die Burg ein und gehen in den Thronsaal. Er bleibt beim Kopf der Drachenschildkröte stehen und beäugt sie eingehend. Der Pegasus landet erneut im Innenhof und kommt ebenfalls in den Saal hinein, Gannokh auf ihn zu. Als sich die Augen von dem Pegasus und dem Elfen treffen, weicht Purpurschwinge zurück, sogar sein Fell stellt sich auf. Er scheint dem Elfen gegenüber eine Abneigung zu verspüren, obwohl Gannokh kein Bosheit in seinem Herzen erkennt. In den Augen von Regialix ist kurz Enttäuschung zu sehen, dann ist er wieder kalt und undurchsichtig wie eh und je.

Regialix will wissen, wie es zum Tod von der Drachenschildkröte gekommen ist. Fragen von uns zu seinem Verhältnis zum Pegasus, den er Sahadrin nennt, beantwortet er nicht, er insistiert auf den Antworten zu seinen Fragen. In seiner unnachahmlichen Art erzählt er uns von dem intelligenten Wesen, welches in 200 Jahren keine Menschen getötet hat – und nun kommen wir und sind durch solch eine Tat doch „Deune“. Er will zwar unsere Geschichte überprüfen und weiter unsere Taten beobachten, aber als Botschafter der Schneekönigin überbringt er uns die Botschaft, dass sich unsere diplomatischen Beziehungen nun geändert hätten und wir uns weiträumig um die Quelle des Dorns (inkl. des Elchtempels) nun nicht mehr sicher fühlen könnten. Ob er mit uns nur uns fünf meint oder alle Bürger der Dornmark bleibt unklar. Mehr mit Inhalt sagt er nicht, was manches Blut bei meinen Freunden zum Köcheln bringt.

Carax Anmerkungen, dass er durch Verschweigen am Tod der Drachenschildkröte Mitschuld sei, ignoriert der Elf. Auch dass die Schildkröte fliehen oder kommunizieren können, wird vom Tisch gefegt. Scheinbar scheinen Stolz und Ego bei der Schildkröte und dem Elf doch größer als die vermeintliche Intelligenz zu sein. So wichtig war ihnen das Leben des magischen Biests dann auch doch nicht, um dessen Tod auf dem Deuna-Altar der Rechthaberei uns dann vorwerfen zu können. Wer einen Bären reizt, sollte damit rechnen gebissen zu werden. Durch das Töten von Bruin hat sie ihr Schicksal dann selbst besiegelt. Es wird wohl Zeit, dass der Wind der Veränderung sich dreht.

Wir diskutieren danach noch etwas, vor allem was wir mit Djod und den anderen beim Tempel machen. Dabei sind wir uns schnell einig und entscheiden, dass wir gemeinsam zu Djod reisen und seine Entscheidung über Verbleib oder Reise mit uns nach Tuskwater Rock zu respektieren.

Tag 406 bis 416 – Nachwehen der Schneekönigin (2. bis 12. Gozran 4711 / Koord: 07.04./06.03./05.04./04.04./04.05.)

Am 3. Gozran machen wir uns auf in den Norden zur Tempelruine. Ich frage die anderen nach Ihrer Nacht, aber bei Ihnen war alles normal. Seltsam, irgendwie bekomme ich von heute Nacht dieses komische Bild einer gewollten Nachricht zu mir nicht aus dem Kopf, die an einem zugenähten Mund gescheitert ist, mehrfach. Naja, der Ritt bringt mich wieder auf andere Gedanken.

Die Reise dauert 5 Tage, die Strapazen kann ich mittlerweile gut ertragen, auch Dank der Schutzhülle von Carax, der er immer abends zur Nacht für uns zaubert. Sahadrin kommt uns in diesen Tagen nicht besuchen und sonst ereignet sich nichts Besonderes.

Djod freut sich sehr über unseren Besuch, nur leider sind Johann und Kalani bereits vor 2 Wochen Richtung Restow aufgebrochen. Wir kommen schnell zum Punkt und informieren Djod über die Geschehnisse mit Regialix. Er ist sich direkt sicher und verlässt den schön gewordenen Ort keinesfalls. Allerdings geht es um weitere 13 Frauen und 7 Männer, die bei Djod in der Tempelhöhle sowie außerhalb leben. Die Entscheidung ist nicht leicht, Gannokh richtet ein Gebet zu Erastil und unser Gefühl sagt uns, dass kein Angriff von der Schneekönigin und Ihren Gefährten droht. Die Entscheidung ist damit getroffen und uns ist klar, dass wir die Verantwortung tragen, wenn etwas passieren sollte.

Am Abend gemeinsam mit den anderen beim Tempel landet sogar Sahadrin in der Nähe des Teichs. Alle sind erstaunt und mein Freund erfreut. Gannokh redet mit ihm, ich tue dies auch, denn ich freue mich über die Anwesenheit dieses Wesens, was vielleicht mal ein Gefährte von uns und insb. Gannokh werden könnte. Gannokh fliegt noch etwas auf Sahadrin, was sein richtiger Name ist, wie es mir bestätigt. Der Abend endet mit dem Versprechen von Djod, dass er uns jeden Abend eine Botschaft zukommen lässt, wie es Ihnen ergeht.

Am nächsten Tag reisen wir wieder zurück zur Burg und besprechen, was wir nun als nächstes tun. Die Grabhügel und die Ruine im Westen mit dem Flinkling wollen wir erkunden, wobei dann die Entscheidung auf die Grabhügel fällt. Wir kommen schließlich am 12. Gozran abends in der Burg an.

Tag 417 bis 434 – Zum Grabhügel (13. bis 30. Gozran 4711 / Koord: 07.04./06.03./07.03./07.02./08.01./08.02.)

Am 13. Gozran brechen wir mit Werkzeug und neuen Rationen auf. Diesmal hätte ich mir mehr als eine Nacht im Bett gewünscht. Weitere Träume suchen mich in den nächsten Tagen nicht heim. Nach 5 Tagen treffen wir bei den Grabhügeln ein.

Gannokh bittet uns die Ruhe der Toten zu respektieren, wobei er Untote genauso bekämpfen wird wie wir. Er betet zu Erastil, ihm die Untoten zu zeigen, doch nach Umkreisen der Hügel kann er nichts feststellen. Ein Schlitz im Berg zeigt vielleicht einen alten Eingang, es ist lange zugewuchert und teilweise verschüttet. Amos meint, dass wir mit Graben wohl hier reinkommen könnten, so dass Ulgan ans Werk geht.

Als der Eingang freigelegt ist, fangen Ulgan, Carax und Amos vorbereitende Zauber zu sprechen. Mit Licht können wir eintreten, denn ein Gang geht mit rund 7 Fuß Höhe in den Felsen hinein. Es öffnet sich ein achteckiger Raum, der einfache Bilder von Siedlern an den Wänden zeigt und am Boden voll Kot liegt und stinkt. Wir treten ein und Carax sammelt für einen Zauber vom Boden Kot auf. Amos ist davon nicht begeistert und geht weiter nach vorne, als sich von der Decke eine Unzahl von Fledermäusen lösen.

Wir taumeln in alle Richtungen, die Fledermäuse gehen im Schwarm auf uns los. Carax und Gannokh sind erst mit mir draußen, ich gehe dann unsichtbar hinein, um Amos und Ulgan nicht zu verlieren, doch es hilft mir nicht. Die Biester attackieren mich und mir wird es total schlecht. Ich blute und kann nur von Ihnen nach innen tiefer in den Berg wegtaumeln. Ich übergebe mich, aber es geht mir nach kurzer Zeit wieder besser. Es gehen Gänge vom nächsten Raum in alle Richtungen ab und Amos hat bereits einiges erkundet. Ich gehe weiter hinein und bleibe vor einem Skelett, welches am Boden liegt, stehen, als dann von weiter drinnen Amos von vielen Untoten spricht. Diese sind dann auch zu sehen, 3 Gruppen, wobei einer von Ihnen eine große Axt trägt.

Ich muntere meine Freunde auf und Ulgan lässt sie die Kraft Gorums spüren, aber steckt dafür einen ordentlichen Axthieb ein. Nachdem sich Amos bis zu Ulgan zurückzieht, lässt Carax einen Feuerball in der Gruppe vor uns explodieren, was alle Skelette bis auf den Axtträger zu Schutt verbrennen lässt. Dann kommt dieses besondere Skelett nach vorne, um weiter Ulgan zu bekämpfen. Amos hat dies erwartet und sein Schlag verfehlt nur knapp. Dann kommen aus den 2 restlichen Gängen die anderen Untoten und zusätzlich spucken 4 Köpfe in den Wänden des runden Zentralraums schwarze Dämpfe aus. Ulgan stöhnt erneut auf, Untote fast überall.

Gannokh reckt seine Axt in die Höhe und die Worte zu Erastil lassen Dutzende Skelette zersplittern - Knochen weit und breit. Die Macht des Alten Jägers ist beeindruckend. Untote aller Art sollten ihn fürchten. Nur der Gruftschrecken mit seiner Axt seht noch. Ich muss mich heilen, da die Wunde von den Fledermäusen immer weiter geblutet hat, aber mit meinen Worten in den Ohren gehen alle auf diesen besonderen Untoten los. Carax zaubert dabei wieder seine 4 kleinen magischen Geschosse und er wankt erstmals. Gannokh landet einen harten Schlag, gefüllt mit heiliger Kraft des Alten Jägers und ich heile Ulgan, obwohl er blöde Spitzen an seine Rüstung gezaubert hat. Schließlich kann Carax nochmals die magischen Geschosse in das Skelett jagen, so dass er nun erlöst ist.

Wir erbeuten die stark magische Axt und noch einen leicht magischen Ring, können aber sonst nichts mehr finden. Die Wände und Bilder zeugen von den alten Zeiten der Barbaren, ähnlich den Gräbern im Norden. Ulgan ist gezeichnet, spricht von einem Teil von verlorener Seele, dem ihm die Axt genommen hat. Er kann sich durch ein Gebet zu Gorum nur leicht erholen. Gannokh heilt einige körperliche Wunden von Ulgan, der von einem Gruftschrecken spricht. Diese Art kenne ich, ein recht starker Untoter, von dem ich einiges zu berichten habe. Hoffentlich wird Ulgan den inneren Kampf gegen den Entzug der Lebenskraft gewinnen, denn sonst wird es wohl permanent eine Schwächung für ihn bedeuten. Carax kann die 2 Gegenstände identifizieren, eine Axt besonders stark gegen Feenwesen und ein Ring der Ernäherung.

Wir beschließen, den südlichen Teil der Gegend bis zum Fluss zu erkunden. Zum Glück und wohl mit Gorums Gunst kann Ulgan die Schwächung abschütteln. Die weitere Erkundung in den Bergen verläuft ohne besonderen Vorkommnisse, jedoch finden wir eine Furt im westlichen Bereich unserer Reise. Nach 4 Tagen reiten wir wieder zurück nach Tuskwater Rock und kommen nach weiteren 4 Tagen am 25. Gozran an. Sahadrin hat uns dabei immer wieder mal Gesellschaft geleistet und gemeinsam mit Gannokh das Gebiet aus der Luft erkundet. Man spricht in der Baronie bereits vom "Fliegenden Landvogt" - manche auch vom "Sky Marshal". Die restlichen Tage des Monats verbringen wir dann in unserer Burg.


Karte

Greenbelt.svg

Verzeichnis