Krynts Logbuch · Teil 5Skull & Shackles
Krynts Logbuch – Teil 5
Krynt’s Logbuch – Teil 5 (31. Oktober 2014)
Tag 4 auf der Man’s Promise – Bonewrack Isle cont. (28. Gozran 4712)
Kurz darauf fällt Mael ein Mückenschwarm an. Gush bläst ihn mehrmals auseinander, doch formiert er sich immer wieder neu und auch unsere Fackeln können ihn nicht bezwingen. Schließlich fasst sich Gush ein Herz und schafft es den Schwarm im Zelt einzuschließen. Er bezahlt dafür mit einer Prise Übelkeit.
Nach ein paar Stunden Marsch durch den dichten Dschungel erreichen wir einen traumhaften Strand. Die zwei Riesenkrabben, die Gush beim Kokosnüsse sammeln überraschen sehen zwar nicht traumhaft aus, schmecken aber so in Maels Krabben-Kokos-Chowder. Eine Seite des verstreuten Tagebuchs hängt hier auch zwischen den Palmen.
Mein Kamerad Gush zeigt weitere neue Talente und freundet sich mit einem Affen an. Sein Name ist Kimmy. Kimmy bringt zwei weitere Tagebucheinträge. Bei der Rast sortieren wir die Einträge nach den Daten. Sie sind verfasst worden von einem gewissen Aaron Ivy, Quartiermeister der Infernus aus Cheliax!
Am Lagerfeuer bei Krebssuppe lerne ich meine neuen Kameraden etwas besser kennen. Tantakatan stammt von der Widowmaker Isle und kämpfte dort auch in Duellen, allerdings nicht beim Bloody Twins. Gush ist vom Volk der Zenji und pikanterweise ist Mael aus Sargava, der abgespaltenen, chellischen Kolonie, die Unsummen an Goldsegeln für den Schutz des Hurricane King zahlt. Eine sozial interessante Konstellation.
Tag 5 auf der Man’s Promise – Bonewrack Isle (29. Gozran 4712)
Der Weg gabelt sich auf einer Anhöhe: Nach rechts geht es auf den Bergkamm und nach links führt der Weg durch den Dschungel zu Feldern. Die Felder sind 8ft hoher mittlerweile wilder Weizen. Der Pfad führt durch die dichten Felder. Auf einem Bambusstock inmitten der Felder ist ein von Bremsen umgebener Schädel aufgespießt. Dort überraschen uns drei klapprige Skelette und als sie gegen den Bambusstab stoßen, sammelt sich ein Schwarm von Bremsen. Auf Gush’s Anraten rennen wir wie räudige Hunde – aus dem Feld, durch den Dschungel und auf die Anhöhe. Die Skelette brechen die Verfolgung bald ab, doch der Schwarm ist uns auf den Fersen. Tantakatan und ich sprinten behände zwischen Lianen und Bäumen hindurch. Mael schafft es beinahe nicht und muss sich in einem Tümpel vor dem Schwarm verstecken. Hätte Tan ihn nicht gerettet, wäre er wohl direkt von dort auf die Seawraith gefahren. Besmara scheint aber noch keinen Bedarf nach einem sargavischen Küchenjungen aus der Lehre von Ambrose Fishguts zu haben und so sammeln wir uns auf der Anhöhe bei der Gabelung und beschließen die Beute am Sumpfzelt zu holen. Diese hatten wir bei der Flucht vor den Mücken zurückgelassen.
Tan und ich schleichen uns bis zum Sumpfzelt und stibitzen die Beute, während die anderen im Dschungel warten. Glücklicherweise scheinen Moskitoschwärme nicht an Sumpfelefanten interessiert zu sein und so wird auch Tan nicht entdeckt. Die Beute von den Ghoulbräuten besteht nicht nur aus einem scharfen Dolch, sondern auch aus ein paar Edelsteinen, seltsamen Ölen und Gold.
Es regnet und regnet auf Bonewrack Isle. Auf dem Weg zurück diskutieren wir darüber, ob Captain Plugg die Man’s Promise reparieren könne und mit einer Rumpfmannschaft wegsegeln würde, um uns auf der Insel im Stich zu lassen. Nach Sennabars Prophezeiung erscheint das aber unwahrscheinlich, denn wir brauchen die Crew noch – mehr als wir denken, auch wenn nicht alle von ihnen. Also rasten wir im Dschungel unter einem Unterstand, den wir unter Gush’s kompetenter Anleitung errichten. Ein weiterer Affenfreund Mickey von Gush bringt uns zwei weitere Tagebucheinträge. VanZan heilt unsere Wunden. Morgen werden wir den Felskamm erklimmen.
Tag 6 auf der Man’s Promise – Bonewrack Isle (30. Gozran 4712)
Wir steigen über einen steilen Serpentinenpfad auf den Bergkamm. Von oben können wir im Süden das Wrack der Infernus erspähen. Außerdem finden wir weitere Seiten des Tagebuchs. Auf dem Gipfel steht eine 7ft hohe Holzpalisade um einen Baum. Ein Baumhaus ist in das Blätterdach gebaut und am Fuße des Baumes entspringt eine Quelle mit Frischwasser. Plötzlich schlagen lange Tentakel aus dem Baum auf Gush und Tan. Sie gehören zu widerlichen kleinen Würgewesen, die wir bald aus dem Baum holen. Aus einem Fernrohr am Rande der Palisade erkennt man einen Krater kurz vor den Klippen. Dahinter Bewegung im Wasser. Ist das die Heimat der Oktopuswesen?
Im Baumhaus erwartet uns eine aufgehängte Leiche. Als Tan näher kommt, schlägt sie nach ihm und beißt zu. Überall stinkt es nach Verwesung und wimmelt von Fliegen. Das Baumhaus ist vollgestellt mit allerlei Möbel, so dass der Kampf ein beengtes Unterfangen wird. Gush und Tan fallen den Attacken des untoten Aaron Ivy zum Opfer. Ihre reglosen Körper liegen seltsam steif auf dem Boden des Baumhauses. Unter Besmaras Führung gelingt mir der beste Rückhandschnitt mit meiner linken Hand, den ich je vollführt habe, um Aaron Ivy die Kehle durchzuschneiden und ihm den Kopf von den Schultern zu schneiden. Wir werfen den nun wirklich toten Ivy aus dem Baumhaus und schließen die Tür, denn draußen kündigt ein lautes Surren die Ankunft eines weiteren Schwarms an. Nachdem wir die Hütte durchsucht haben und einige weitere Tagebuchseiten, ein Medaillon mit dem Bild einer Frau, eine Kiste Pfeffer und einen Silberkelch finden, können wir übers Dach entkommen, da der Schwarm sich an Ivy’s Leiche labt.
Schon gegen Mittag beginnen wir unsere Rast am Fuße des Hanges im Dschungel. Gush und Tan müssen erstmal von VanZan aufgepeppelt werden. Danach beraten wir, was wir Captain Plugg von unserer Expedition berichten.
Tag 7 auf der Man’s Promise – Bonewrack Isle (1. Desnus 4712)
Auf dem Weg zurück überzeugt Gush einen Gorilla, dass wir keine Feinde sind. Ich hatte mich gerade schon in den Dschungel geschlagen, als der Riese das Interesse an uns verliert. Auf dem Pfad in der Nähe des Strandes liegt überraschenderweise Conchobars Hut – oben drauf ein Ohrring von Sandara mit einem Stück Ohrläppchen! Seltsame Schlangenspuren führen zum Strand und ins Meer. Mehr finden wir aber nicht. Zurück beim Weg kommt uns eine erschöpfte Rosie Cusswell ohne Fidel, aber dafür mit Mücken in der Fotze entgegen. Sie berichtet, dass Plugg uns töten will, da er uns nicht traut. Wir beschließen deshalb zunächst nach den beiden Vermissten zu suchen und wählen den schnellsten Weg am Strand entlang, vorbei an den Feldern, durch den Dschungel, hinauf auf die Felsen und schließlich zu dem Loch, welches wir erkunden. Nachdem sich auch nach lautem Rufen nichts rührt, werfe ich ein Steinchen in das Loch. Vom Meer aus schwimmen daraufhin einige kleine Wesen in Höchstgeschwindigkeit durch einen Tunnel in das Becken im Loch. Es taucht ein wässriger Goblinkopf auf. Überraschenderweise spricht VanZan seine Sprache und fragt ihn nach den Vermissten. Seine Antwort: „Holt sie euch doch!“. Das tun wir auch und deshalb seilen wir uns in das Loch ab. VanZan zieht die elegante Variante vor und taucht gekonnt von 80ft Höhe im Wasser ein. Gush macht bei seinem Sprung Bekanntschaft mit der Felswand und landet unsanft in den Wellen. Ein Unterwassereingang führt in ein halb überspültes Tunnelsystem. Glücklicherweise sind wir pünktlich zur Ebbe gekommen und können teilweise auf festem Boden laufen. Die Seegoblins stellen sich als Squitgoblins heraus. Einer fordert mich zum Duell, doch ist es kein fairer Kampf und ich werde im verhakten Seegras eingeschlossen. Außerdem holen sie uns immer wieder mit ihren Tentakelbeinen von den Füßen. Wir verfolgen sie durch das Tunnelsystem. Auch ein Devilfish kann uns nicht aufhalten, denn Tantakatan ringt ihn heldenhaft nieder und erstickt ihn mit seinen eigenen Tentakeln, nachdem er mich zunächst aus dem Wasser gedrängt hatte. Wir erreichen eine Kaverne in der ein Strudel alles unter Wasser zieht, was nicht gut schwimmen kann. Hier werden Sandara und Conchobar an der Decke gefangen gehalten. Auf Befehl der Grindylows-Königin werden Conchobars Halteseile durchtrennt und die Gewichte an seinen Beinen ziehen ihn noch schneller in die Tiefe. Eine riesige Fischbestie, der Sohn der Königin, versucht Tan und mich mit seinem riesigen Maul zu verschlingen. Obwohl uns schon der Devilfish zugesetzt hat, stürzen wir uns mit letzten Kräften in den Strudel, töten die Bestie und retten Conchobar vom Grund der Kaverne. Dabei rettete Rosie mir das Leben, als ich bereits im Maul des Monstrums war, Tan rang mit der Königin, damit meine Dolche ein sicheres Ziel zwischen ihren Kiemen fanden und VanZan wurde nur noch durch die Gabe Sennabars auf den Beinen gehalten. Erschöpft erklimmen wir die Schachtwand und legen uns direkt am Hang zur Rast nieder.